Parkettrenovierung – Teil 3: Schleifen – Schritt für Schritt

Serie in 6 Teilen „Parkettrenovierung – Schritt für Schritt“

Schleifen – Schritt für Schritt

Sie haben sich dafür entschieden ihren Parkettboden selber zu schleifen (auf eigene Gefahr!), haben sich vorab gut informiert und alle Arbeitsmittel besorgt, die dafür benötigt werden?

Noch ein kurzer Check vor Beginn:

  • Sie kennen das Schleifschema ihres Parkettbodens
  • Ist der Parkett frisch verklebt, z.B. Aufgrund von Ausbesserungsarbeiten einer Teilfläche? In diesem Fall muss als erstes die vom Hersteller festgelegte Abbindezeit des Bodens eingehalten werden.
  • Nägel versenkt.
  • Sockelleisten entfernt.
  • Boden ist frei von Altbelag, Teppichresten und abgesaugt.
  • Türen, Fenster, Heizung sind abgedeckt.

 

1. Schritt – Grundschliff

Zuerst beginnt man mit dem Grobschliff. Je nach Oberflächenbelag oder Beschädigung des Parkettbodens beginnt man mit einer gröberen Schleifmittelkörnung (30/36/40).

Um ein Ausschleifen an weichen Stellen zu vermeiden, beginnen Sie mit dem Schleifen diagonal zum Verlauf der Holzfaser. Achten Sie darauf, dass die Schleifwalze langsam in der Vorwärtsbewegung abgesenkt und vor dem Richtungswechsel die Maschine wieder leicht angehoben wird. Der nächste Gang erfolgt rückwärts auf der gleichen Spur. Im nächsten Schritt versetzen Sie die Maschine um jeweils 2/3 nach rechts. Immer daran denken, dass bei jedem Richtungswechsel die Maschine am Ende angehoben und zu Beginn wieder langsam abgesenkt wird. So entstehen keine Absetzspuren.

Der ungefähr 90 cm breite Streifen, der Aufgrund der Führung der Schleifmaschine entsteht, wird dann umgekehrt zur bisherigen Schleifrichtung bearbeitet. Da wo die Maschine umgedreht wird, kann es zu Schattierungen kommen. Beachten Sie daher, dass der letzte Schliff nicht unmittelbar im Bereich des Lichteinfalls endet.

Die Oberfläche sollte nun frei von Überständen sein. Sollte dies nicht der Fall sein, muss erneut geschliffen werden, jedoch wieder diagonal im rechten Winkel zum ersten Schleifgang. Lose sowie tiefer liegende Lamellen müssen in diesem Schleifgang ausgebessert werden. Danach Parkettboden gründlich absaugen.

 

2. Schritt – Mittelschliff

Der Mittelschliff erfolgt im selben Schema, wie beim Grundschliff jedoch um 90 Grad versetzt.

Für den Mittelschliff wird eine etwas geringere Schleifmittelkörnung (60/80) als beim Grobschliff verwendet und mit der mittleren Druckstufe der Schleifmaschine geschliffen. Dieser Schleifgang dient dazu das Schleifbild des 1. Schleifganges zu verfeinern und die Spuren des Grobschliffs zu beseitigen.

Befinden sich nach diesem Schleifgang noch gröbere Kratzer, Risse oder Löcher auf der Oberfläche, müssen diese noch vor dem Feinschliff mit Fugenkitt verspachtelt werden. Thema der nächsten Woche: „Teil 4: Reparieren von Kratzern und Löchern“.

Danach kann zum Feinschliff übergegangen werden.

 

3. Schritt – Feinschliff

Hierzu wird eine Tellerschleifmaschine verwendet mit einer geringen Schleifmittelkörnung (100/120). Wichtig ist hier, die Schleifrichtung quer zum Lichteinfall vorzunehmen. Die Maschine wird hierbei von links nach rechts geführt und wieder zurück. Danach versetzt weitergearbeitet bis zum Endpunkt des Raumes.

Wird jedoch eine Bandschleifmaschine verwendet, empfiehlt sich das Schleifen zum Licht. Schwieriger wird es bei einem Parkett mit Würfelmuster (Schliff zur Faser und entgegen der Faser) da hier beim Schleifen Hell-Dunkel-Schattierungen entstehen können.

Das beste Ergebnis erreichen Sie hier mit einem diagonalen Schliff.

 

 

 

 

11 Gedanken zu „Parkettrenovierung – Teil 3: Schleifen – Schritt für Schritt

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  5. Wenn ich mir das so durchlese klingt es voll einfach.
    Ich bin gespannt, demnächst schleifen wir unseren Parkettboden ab.
    Was mir sehr geholfen hat, ist das Schleifschema. Danke

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