Parkett oder Laminat

Viele Kunden sind unsicher und wissen oft nicht, für welchen Fußboden sie sich entscheiden sollen. Parkett, Laminat, Fertigparkett? Was ist das eigentlich? Wo liegen hier die Unterschiede und welche Vor- und Nachteile ergeben sich aus den verschiedenen Materialien?

Hier eine kleine Hilfe !

Parkett ist ein Fußbodenbelag aus Holz

Das Holz  – in der Regel Hartholz von Laubbäumen-  (wie z.B. Eiche, Buche, Ahorn, Kastanie) wird dazu in kleine Stücke gesägt und nach bestimmten Mustern zusammengesetzt. Die meisten Holz-/ bzw. Parkettböden werden so verarbeitet, dass die Holzfaser horizontal liegt. Holzböden, bei denen die Jahresringe sichtbar sind, d.h. die Fasern vertikal stehen, nennt man Holzpflaster. Bei einem großformatigen Holzboden aus langen Brettern,spricht man von einem Dielenboden. Das Fertigparkett (reines Holzprodukt) besteht aus mehrschichtigen Parkettelementen,  wie der Laufschicht, die aus Vollholz besteht und der darunterliegenden Schichten wie z.B. Sperrholz  oder Holzwerkstoffe.

Parkett gilt als hochwertiger Fußbodenbelag und benötigt wegen des Aufbaus aus kleinteiligen Holzstücken im Gegensatz zum Dielenboden einen tragfähigen Untergrund. Holz zählt zu den hygroskopischen Baustoffen (Baustoffe, die viel Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und bei Bedarf rasch wieder abgeben können), die entscheidend auf die Luftfeuchtigkeit eines Raumes und somit auf das Raumklima insgesamt Einfluss haben können.

Die  (hygroskopische Baustoffe) weitestgehend alle pflanzlichen und tierischen Baustoffe wie Holz oder Schafwolle und poröse mineralische Stoffe sind gegenüber nicht saugfähigen Baustoffen (z.B. Kunststoffe) für ein angenehmes Raumklima besonders zu empfehlen.

Laminat ist ein Fußbodenbelag aus Holzspanplatten oder Holzfaserplatten auf denen eine Dekorschicht aufgebracht wird

Laminatbeläge bestehen aus Holzfaserstoffen oder Holzfaserplatten als Träger, auf die eine dünne Dekorschicht  (ein mit Melaminharz getränktes Dekorpapier) aufgebracht wird. Auf dem Papier können Muster von verschiedenen Hölzern (auch Fliesen und Natursteinen) aufgedruckt werden. Dank der heutigen Technik können zusätzlich auf der Dekorschicht Fasern und Poren in das Dekor eingearbeitet werden, um dem Charakter des Echtholzes möglichst nahe zu kommen. Die Verlegung der Laminatböden erfolgt in gleicher Art wie Parkett. Durch die Kunststoffoberfläche wird hier keine Feuchtigkeit aufgenommen, jedoch ist über die Fugen eine Feuchtigkeitsaufnahme möglich. Zudem lädt sich bei sehr trockener Luft Laminat stark elektrostatisch auf (lt. Aussage von Stiftung Warentest in Berlin), sodass es sein kann gelegentlich eine gewischt zu bekommen. Von 16 Laminatböden habe nur der Testsieger keine elektrisierenden Nebenwirkungen gezeigt. Bei allen anderen Sorten wurde eine elektrostatische Aufladung festgestellt, die für die Gesundheit zwar ungefährlich ist, aber sehr unangenehm sein kann.

Parkett oder Laminat, wofür soll ich mich entscheiden ?

Laminat ist sehr pflegeleicht und robust, was  -gerade wenn man Kinder im Haushalt hat- für ihn spricht. Er ist kostengünstiger als Parkett und der Preis in den verschiedenen Ausführungen hält sich die Waage. Jedoch ist Parkett „Natur Pur“. Parkett ist edel und jede Holzart hat ihren eigenen Charakter mit der sie ihren individuellen Einrichtungsstil gestalten können. Ein klarer Vorteil spricht hier auch beim Parkett die Wiederaufbereitung bei abgenutzten Böden. Durch Abschleifen und neuer Oberflächenversiegelung haben sie hier die Möglichkeit ihren Boden aufzuwerten und wie neu erscheinen zu lassen, was bei einem Laminat nicht möglich ist.  Zusätzlich begünstig Parkett das Raumklima.

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